Naufus Ramírez-Figueroa

Two Flamingos

 

Er ist der 16. Mies van der Rohe Stipendiat der Stadt Krefeld und hat mit seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland das Haus Esters des berühmten Architekten der Moderne Ludwig Mies van der Rohe in einen emotionalen Ort verwandelt.

Geprägt durch die politische südamerikanische Performancekunst der 1960er bis 1990er Jahre hat Ramírez-Figueroa seine eigene, selbstreflexive künstlerische Sprache geformt. Seine Installationen und Performances generiert der gebürtige Guatemalteke aus Träumen, Mythologie und der eigenen Familiengeschichte - nie ohne Humor. Die Ausstellung „Die Vereinigung zweier Flamingos auf einem Blechdach“ im Rahmen des Mies van der Rohe-Stipendiums in den Kunstmuseen Krefeld, war Anlass für die erste Veröffentlichung über den Künstler.Ein Interview, das Gastkuratorin Dorothee Mosters mit Naufus Ramírez-Figueroa geführt hat, gibt Einblick in die vielfältige und eigenwillige künstlerische Praxis Ramírez-Figueroas. Mit einem Essay von Andrew Berardini taucht der Leser in die traumhaften Performance-Welten des Künstlers ein und ein Vorwort von Katia Baudin, der Direktorin der Kunstmuseen Krefeld, erzählt über den Entstehungsprozess des Stipendiums.

 

Naufus Ramírez-Figueroa (*1978) lebt und arbeitet in Berlin und Guatemala City. Er hat 2017 Einzelausstellungen in der Kunsthalle Lissabon und im CAPC Bordeaux realisiert, zeigte Arbeiten bei der 58. Biennale in Venedig und nahm am zahlreichen Gruppenausstellungen u.a. im LACMA Los Angeles sowie im Guggenheim Museum New York teil. Dieser Katalog ist eine erste monografisch angelegte Veröffentlichung über Ramírez-Figueroa.

 

Naufus Ramírez-Figueroa

Two Flamingos

Hrsg. Katia Baudin und Dorothee Mosters 

Deutsch / Englisch

120 Seiten

33 Abbildungen

H 22,5 cm / B 14,4 cm

Broschur mit Kunstlederbezug

978-3-946770-21-3

18,90 €

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Daniel Laufer

Train of Thoughts / Colour Memory

 

Der Katalog von Daniel Laufer dokumentiert eine neue Zusammenschau der grundlegenden Bilder und Räume seiner zwei neuesten Filme Train of Thought (2015) und Colour Memory (2016) und zeigt raumgreifende Installationen, Zeichnungen, Malerei und Texte im Kontext seiner Filme.

Die Skripts der Filme in Verbindung mit den Filmstills zeigen Laufers Idee der Montage. Unter Verwendung von Matte Paintings, Ölgemälden auf Glas, oder Plexiglas, schafft er aus halb-dokumentarischen Bildern in seinen Filmen räumliche und zeitliche Illusionen. Diese Szenen werden zu Orten zusammengefügt, die in der Realität so nicht existieren: Es entsteht ein Wahrnehmungstheater mit unterschiedlichen Illusionstechniken der Filmgeschichte. 

Der Katalog ist als zusätzliche Ebene für das Werkverständnis von Daniel Laufer zu sehen und erschließt uns Zugänge zu unseren Wahrnehmungsgrenzen. Einige Matte Paintings sind Negativbilder und erzeugen im Film verwendet, after images, Nachbilder im Film, ähnlich dem Effekt, der sich nach dem Blick in ein künstliches Licht oder die Sonne im Sehnerv einstellt. Neben architektonischen Elementen tauchen auch abstrakte Motive auf, die sich auf die möglichen Bilder beziehen, die sich im Kopf des Betrachters entwickeln.

 

Daniel Laufer

Train of Thoughts / Colour Memory

Deutsch / Englisch

96 Seiten

133 Abbildungen

H 22,5 cm / B 17 cm

Hardcover mit Leinenbezug und Prägung

978-3-946770-22-0

19,80 €

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Rebecca Ann Tess

Templates – Classic, Culture, Minimal, Nature

 

Als Templates werden gewöhnlich Vorlagen für Weblogs, Textdokumente, DVD Menüs und ähnliches bezeichnet. Sie tragen dabei Namen wie Classic, Culture, Minimal oder Nature. Auch Einrichtungsstile von Luxusapartments können mittlerweile auf diese Art ausgewählt werden. Das Buch „Templates – Classic, Culture, Minimal, Nature“ sortiert in diesem Sinne Gestaltungselemente einer globalen Architektur der Gegenwart. Es beinhaltet 34 formatfüllende Fotografien, die die Künstlerin Rebecca AnnTess in neun Megastädten aufgenommen hat. Von einem dezenten Cover eingefasst, sind die Bilder auf exklusivem Papier in großem Format reproduziert. Silbernes Vorsatzpapier und ein kurzer Werbetext auf dem Cover erinnern dabei an Werbebroschüren für Luxusgüter.

Aus verschiedenen Perspektiven und Distanzen zeigt Tess Städte in farbenfrohe, verführerische Muster aufgelöst. Die urbane Architektur reduziert sich dabei zu abstrakten Fragmenten aus grauem Beton, silbernen Stahl, buntem Glas und leuchtenden LEDs – die sich zu neuen Fassadenstrukturen endlos kombinieren und weltweit reproduzieren lassen. Es scheint als könnte man die globale Stadt aus einem von vornherein begrenzten architektonischen Gestaltungskatalog zusammensetzen. Viele dieser Gebäude sind Sehenswürdigkeiten, aus der Nähre betrachtet verlieren sie aber ihren Ortsbezug und werden stattdessen zu ortlosen Reaektionskörpern ihrer Selbst.

 

Rebecca Ann Tess 

Templates – Classic, Culture, Minimal, Nature

Englisch

40 Seiten

34 Abbildungen

H 34 cm / B 23 cm

Broschur

978-3-946770-11-4

25,00 €

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Thorsten Passfeld

Musik ist am Besten

 

Thorsten Passfelds Material ist das Holz. Daraus entstehen nicht nur ganze Gebäude und Installationen, sondern auch reliefartige Bilder. Seit gut einem Jahr hat er sich dem Thema Musik gewidmet und fertigt im Auftrag von Byte FM Porträts von Musikerinnen und Musikern an, die das Titelbild des monatlichen Konzerttipp-Flyers des Hamburger Senders zieren. Mit seinen „Starschnitten“ gelingt es Passfeld, etwas so tüchtiges und in Zeiten

von Streamingdiensten und Bluetooth so ungreifbares wie Musik zu materialisieren und der jederzeit konsumierbaren Musik die Langlebigkeit zurückzugeben, die ihr mitunter verloren ging. Als „gefrorene Musik aus altem Holz“ bezeichnet der Künstler selbst seine Porträts, die von Angel Olsen und Bernd Begemann bis zu Jacques Palminger und The Streets reichen. 

„Das Erste ist vielleicht ein Lied im Radio, ein guter Klang, eine interessante Stimme. Man ist vier Jahre alt und liegt irgendwo rum und dann das: Musik. Unglaublich! Und dann in der Jugend – Alles andere ist verwirrend und traurig, aber da ist die Musik, ein Haufen Bands, die einem ganz allein gehören. Später im Leben gibt es auch nicht so viel Tolleres. Aber die Musik macht Alles, kann Alles, versteht Alles und ist sehr treu. Ich vermute, wenn es sich ausrechnen ließe, wäre der statistisch längste Balken unter der Rubrik “Emotion” über dem Begriff Musik viermal so lang wie über denen von Essen, Trinken oder Sex. MUSIK IST AM BESTEN.“ (Thorsten Passfeld) 

Weil Musik eben AM BESTEN ist, haben wir die Bands und Fans zwischen zwei Buchdeckel gepackt und ein handgemachtes Musikerbilderbuch gestaltet. Ein Text über Musik und warum sie am besten ist, wird das Buch begleiten.

 

Thorsten Passfeld

Musik ist am Besten

Deutsch / Englisch

64 Seiten

25 Abbildungen

H 28 cm /B 20 cm

Broschur

978-3-946770-14-5

17,90 €

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REISEBÜROGALERIE

 

Die Publikation bildet sechs Jahre Ausstellungstätigkeit in den Räumen der REISEBÜROGALERIE, Diko Reisen in Köln ab. Im weiten Feld der Gegenwartskunst ist es uns (Christian Nagel und Saskia Draxler) ein Anliegen, uns auch mit kommenden Generationen auseinanderzusetzen. In der REISEBÜROGALERIE, stellen wir seit 2011 junge Künstlerinnen und Künstler aus, die uns aufgefallen sind und die noch ganz am Anfang ihrer Karrieren stehen.

Gezeigt haben dort beispielsweise Peter Waechtler, Adam Harrison, Julia Haller und Anna Fasshauer. Mark von Schlegell und Oona-Léa von Maydell kuratierten Ausstellungen mit u.a. Absolventen der Frankfurter Städelschule.

 

 

Galerie Nagel Draxler

REISEBÜROGALERIE

Deutsch

138 Seiten

65 Abbildungen

H 28 cm / B 20 cm

Broschur

978-3-946770-20-6

19,80 €

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Philipp Goldbach

bound to arrive as intruders

 

Philipp Goldbach nutzt Bilder von Bildern als Material für seine künstlerische Arbeit. Kunsthistorische Bildarchive sind daher ein Ausgangspunkt für seine Installationen, denn im Zeitalter der Digitalisate sind historisch gewordene Dia-Archive beredte Zeugnisse einer zu Ende gegangenen Epoche. Anders als Henri Cartier-Bresson, der sich als „intruder“ („Eindringling“) beschrieb, um „entscheidende Momente“ der Wirklichkeit mit seiner Kamera festzuhalten, legt Philipp Goldbach in Anspielung auf dessen Haltung die Wirklichkeit von Medienarchiven offen und verwandelt sie in künstlerische Reflexionsbilder.

Mit Texten von Friederike Wappler, Peter Friese, Steffen Siegel.

 

Philip Goldbach

bound to arrive as intruders

Deutsch

48 Seiten

29 Abbildungen

H 25 cm / B 21 cm

3-teilige Broschur

978-3-946770-10-7

19,80 €

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Robert Elfgen

Are you in or out?

  

Das Buch erscheint parallel zur Ausstellung „Strandspaziergang“ des Günther-Peill-Stipendiaten 2014-2016, Robert Elfgen, eröffnet gemeinsam mit den Ausstellungen der Preisträgerin Haris Epaminonda und der Stipendiatin Rana Hamadeh im Leopold-Hoesch-Museum Düren. Die Ausstellungen, die von einer Jubiläumsschau anläßlich des 30jährigen Bestehens der Günther-Peill-Stiftung begleitet werden, laufen anschließend bis zum 20. November 2016.

 

Robert Elfgen  

Are you in or out?

Hrsg. von Günther-Peill-Stiftung

Deutsch / Englisch

ca. 56 Seiten

34 Abbildungen

H 29 cm / B 21 cm

Hardcover mit Leinenbezug und individuellem Siebdruck

978-3-946770-01-5

24,00 €

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Matthias Wollgast

The Age of Neptune  
Leben und Werk des Jan Usinger

 

Am Ende der Geschichte steht ihr Anfang: Eine fotografische Serie zeigt, wie im Jahr 2012 ein Dachbodenfund im Kunsthistorischen Institut Bonn das Leben und Werk Jan Usingers (1916–1984) in Collagen, zerschnittenen Illustrierten, einem medizinischen Gutachten, privaten Postkarten, Briefen und Fotografien zu Tage förderte. Der sargähnliche Koffer lieferte die Schnipsel zum Leben eines beinahe vergessenen Künstlers und studierten Mathematikers, der sich u. a. aufgrund des tragischen Badeunfalls der Ehefrau in weit über 5000 Collagen seiner großen, vermutlich psychopathologischen Leidenschaft, der vergleichenden Gegenüberstellung von Vasen und Badeanzügen, hingab. Der Künstler Matthias Wollgast (*1981, lebt und arbeitet in Düsseldorf) greift diese Schnipsel kongenial auf und arrangiert das Material in einer filmisch angelegten, chronologisch fortlaufenden Struktur. So trocken und sachlich die Fotografien oder Collagen kurzen erklärenden Randbemerkungen auch gegenübergestellt werden, zwischen den Zeilen stößt der Leser auf augenzwinkernde Verweise, humorvolle Kombinationen und die mitunter absurde Überinszenierung des dokumentarischen Schwarzweiß.

 

Matthias Wollgast

The Age of Neptune - Leben und Werk des Jan Usinger

Deutsch

160 Seiten

331 Abbildungen

H 28 cm / B 21 cm

Broschur

978-3-942680-93-6

28,90 €

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Susanne Rottenbacher

Radiationen 

 

Mit Texten von Gérard Goodrow and Julia Ritterskamp.

 

Susanne Rottenbacher

Radiationen

Deutsch

80 Seiten

32 Abbildungen

H 27 cm / B 19,5 cm

Hardcover

978-3-946770-02-2

25,00 €

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Rana Hamadeh

The Sleepwalkers

 

Eine Publikation zum Film „The Sleepwalkers“ von Rana Hamadeh.
„The Sleepwalkers“ dramatisiert die Geschichte von Raya und Sakina, den berüchtigten ägyptischen Serienmörder-Schwestern, welche 1921 die ersten Frauen waren, die von einem Gericht in der modernen Geschichte Ägyptens verurteilt wurden.

 

Rana Hamadeh

The Sleepwalkers

Hrsg. von Günther-Peill-Stiftung

Englisch

48 Seiten

zahlreiche Abbildungen

H 21 cm / B 15 cm 

Broschur

978-3-946770-03-9

12,00 €

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Sophia Bauer

26 Vogelstimmen

 

Wohlvertraute Klänge schweben früh morgens durch das geöffnete Fenster und fliegen uns beim Spaziergang durch die Stadt zu. Den Hartgesottenen, die den Winter über im Lande geblieben sind, gesellen sich nun „Amsel, Drossel, Fink und Star“ hinzu und machen die Stadt wieder einen Moment lebenswerter. 

Aber es gibt auch Stimmen, die wir nicht mehr hören werden. Töne, die aus unserer Umgebung verschwunden sind. Das vorliegende Buch der Künstlerin Sophia Bauer beschäftigt sich mit den Stimmen der 26 Vogelarten, die in Deutschland einmal beheimatet waren, es aber seit 1950 nicht mehr sind. Es listet und beschreibt ihre Rufe und Gesänge im Stile gängiger Ornithologiebücher und verweist damit auf rührende Weise auf den menschlichen Versuch, die Sprache einer anderen Spezies unbedingt verstehen zu wollen.

 

Sophia Bauer

26 Vogelstimmen

Deutsch

64 Seiten

H 17 cm / B 11 cm

Hardcover mit Leinenbezug und Prägung

978-3-942680-25-7

14,90 €

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Sam Hopkins und Simon Rittmeier

Letter to Lagat

 

Letter to Lagat ist der Beginn eines Briefwechsels mit dem Nationalmuseum in Nairobi (Kenia). Gedanklicher Ausgangspunkt ist das plötzliche Verschwinden einer Sammlung afrikanischer Kunst und Ethnografika aus einer europäischen Institution. Der reale Ort, der dazu als Bühne zur Verfügung stand, ist das Iwalewahaus in Bayreuth (Deutschland). Spuren auf dem Boden der leeren Archivräume erzählen von mehr als drei Jahrzehnten Sammlungsgeschichte, sie zeigen Laufwege der Mitarbeiter und ehemalige Standorte von Schränken und Vitrinen.

Letter to Lagat ist ein Künstlerbuch, das über Kraft und Wirkung von Objekten in postkolonialen Sammlungen im „globalen Norden“ meditiert. Ist das Museum nur eine Station von vielen? Sind Gegenstände etwa selbst tätig und haben Einfluss auf ihre Bewegungen? Was sind die Auswirkungen der zunehmenden musealen Praxis von 3D-Scan und Replikat?

Durch das Zusammentragen und analysieren verschiedener Spuren ist es den Künstlern gelungen, Replikate der verschwundenen Objekte herzustellen. Im einleitenden Brief an den Museumskurator Kiprop Lagat des Museums in Nairobi stellen sie dann die Frage, ob das kenianische Nationalmuseum (als eines von vielen) an dem Besitz dieser Replikate interessiert wäre.

Ein Zurückschicken von Originalen würde hingegen den Versuch unternehmen, eine Beziehung wiederherzustellen und Geschichte vergessen zu machen. Durch das Ausstellen eines Replikates jedoch geschieht etwas anderes: Die Replikate werden zu Platzhaltern und weisen auf eine Leerstelle hin, auf eine geschichtliche Zäsur.

Obwohl Letter to Lagat auf der einen Seite eine Parabel über Besitz und Verlust ist, geht es auf der anderen Seite um eine real existierende historisch-politische Beziehung zwischen Europa und seinen ehemaligen Kolonien. Das Buch ist eine Spekulation darüber, was es bedeutet, diese Objekte zu besitzen und welche Spuren ihr plötzliches Verschwinden hinterlassen würde.

Mit einem Text von Kitso Lynn Lelliott und Fotografien von Hannes Wiedemann.

 

Sam Hopkins und Simon Rittmeier

Letter to Lagat

Englisch

104 Seiten

115 Abbildungen

H 28 cm / B 21 cm

Hardcover mit Leinenbezug und Prägung

978-3-942680-72-1

39,80 €

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Anne Neukamp

09/10

 

Die Bildräume Anne Neukamps öffnen sich über einen brüchigen Zugang. Es ist ein Auftauchen und ein Abtauchen, eine vage Referenz an die Wirklichkeit, aber nichts Genaues. Sie hält in ihren Bildern nichts bereit, was man endgültig erfassen oder rekonstruieren könnte. Hier setzt sich eine Reminiszenz an die Wirklichkeit durch und dort zerfließt das Dagewesene schon wieder im Halbtransparenten der Malerei. Die Berliner Künstlerin arbeitet im Modus der Collage und der Décollage. Dabei schafft sie eine Verknüpfung zwischen unterschiedlichen Techniken, die ein Aufkleben und Abreißen vorgaukeln. Denn das scheinbar Ephemere wird doch zur ständigen Anwesenheit in den rechteckigen Bildern verpflichtet. Der Katalog 09/10 ist eine Bestandsaufnahme ihrer aktuellen Arbeiten.

 

Anne Neukamp

09/10

Hrsg. von Barbara Buchmaier

Deutsch / Englisch

ca. 40 Seiten

17 Abbildungen

H 27,5 cm / B 20,5 cm

Hardcover

978-3-942680-02-8

25,00 €

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Anne Neukamp

 

Anne Neukamps Gemälde lassen sich nur schwer auf einen Nenner bringen: Amorphe, ornamentale Strukturen markieren klare geometrische Formen und treffen auf monochrome Bildflächen mit gedämpften Farbnuancen. Vielschichtige und feingliedrige Texturen grenzen an weiche, verschwimmende Farbverläufe. Handfeste Übermalungsspuren stoßen auf zeitgenössisches Sfumato. Kurzum: Es ist, als ob Neukamps jüngste Bilder sich nicht damit begnügen wollten, unterschiedliche Zonen, verschiedene malerische Techniken und heterogene Oberflächenzustände gegeneinander auszuspielen. Hinzu kommen angedeutete, gegenständliche Versatzstücke und vereinzelte Trompe-l’œil-Effekte, die zum reflexhaften Rekurs auf etwaige Referenzen anstiften und doch nie ganz aufgehen: Erinnert zum Beispiel das geometrische Netzgebilde in Aussicht (2012) aus der Ferne noch an eine Netzstrumpfhose, dann kippt die gegenständliche Assoziation in der Nahsicht. Denn nicht das Netz, sondern dessen Negativform, besser gesagt die unzähligen charakteristischen Löcher wabern unübersehbar als letzte Farbschicht auf der Oberfläche. Die vermeintliche Netzstrumpfhose entpuppt sich nicht als Knotenpunkt einer mutmaßlichen Bedeutung, sondern lediglich als fragmentarische Spur. Es will partout nicht gelingen, die bildhafte Einbildung mit dem Dargestellten in Einklang zu bringen, das malerische Verfahren stülpt sich stets vor die verdinglichende Rezeption, statt wie gewohnt in der Vorstellung des Dargestellten zu verschwinden. Die besagte ästhetische Einbildungskraft wird immer wieder durch listige Widerhaken gebändigt: Unbedingt sehenswert!

Mit Texten von Birgit Eifinger und Barbara J. Scheuermann.

 

Anne Neukamp

Hrsg. von Barbara J. Scheuermann 

Deutsch / Englisch

36 Seiten

11 Abbildungen

H 32 cm / B 24 cm

Broschur im Schutzumschlag

978-3-942680-28-8

15,00 €

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Johanna Reich

Weiße Räume

 

„Neben der Frage, ob eine weiße Fläche noch oder wieder leer ist oder nur so erscheint, stellt sich die noch grundsätzlichere: Ist die Leinwand beziehungsweise die weiße Fläche leer oder stellt sie doch etwas dar, nämlich NICHTS?“ – aus dem Vorwort von Ludwig Seyfarth 

 

Über mehrere Jahre hinweg erforschte die Kölner Künstlerin Johanna Reich das Phänomen des White Cube. Eine filmische Zwischenbilanz ist im 2013 entstandenen Video“ Signs of the city“ zu sehen – eine mobile weiße Fläche verleibt sich an ausgesuchten Orten im städtischen Kontext Menschen und Gegenstände ein, isoliert sie und verwandelt sie für einen kurzen warholschen Augenblick in Skulpturen. Die Monographie „Weisse Räume“ dokumentiert die Untersuchung von Johanna Reich. Ausgehend von Brian O’Dohertys Theorie des „White Cubes“ wird der Bogen über Whiteouts in Island hin zu den Studien und Dreharbeiten des Videos „Signs of the City“ geschlagen.

 

Johanna Reich

Weiße Räume

Deutsch

52 Seiten

41 Abbildungen

H 27,7 cm / B 17,5 cm

Broschur

978-3-942680-67-7

15,00 €

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Max Cole

Meditations

 

Schon oft hat Max Cole die Kunst-Station Sankt Peter Köln besucht. Der lichte, hohe Kirchenraum, der so grosse Ruhe vermittelt und dem lauten innerstädtischen Treiben entrückt ist, fasziniert die amerikanische Künstlerin sehr.

Zwischen dem schlichten Raum und Max Coles Bildsprache gibt es eine starke Entsprechung: Klarheit und Tiefe. 

Die Taktung dicht gesetzter, kurzer vertikaler Linien, die einer Einschreibung der Zeit in das Bild gleichkommt, die Strukturen von waagerechten Farbbändern und die Reduktion auf erdige, schwarz-, grau- und weißtonale Farbwerte vermitteln den Eindruck eines tiefen Bildgeheimnisses von meditativer Ruhe.

Immer wieder sucht die Künstlerin auch die Auseinandersetzung mit der „Kreuzigung Petri“, die Peter Paul Rubens um 1638 als Auftragsarbeit für seine Taufkirche ausführte. In der konkreten Auseinandersetzung mit dem Gemälde stellt Max Cole dem Werk ein Bild aus dem Jahr 1962 zum Thema Kreuzigung gegenüber. Diese Arbeit weist noch eine gegenständliche Bildsprache auf, die sie seit den frühen siebziger Jahren zugunsten einer rein abstrakten aufgegeben hat. Das collagierte, ebenfalls in Erdtönen gehaltene Werk crucifixion zeugt von einer intensiven Beschäftigung mit Rubens' Gemälde.

Gemeinsam mit Bildern in der neuen Jahresausstellung „zeigen verhüllen verbergen“. Schrein im Kunstmuseum KOLUMBA bildet "Meditations" die erste Gesamtschau ihrer Malerei aus den letzten vierzig Jahren in Deutschland.

 

Max Cole

Meditations

Hrsg. von Guido Schlimmbach und Anne-Marie Bonnet

Deutsch / Englisch

64 Seiten

24 Abbildungen

H 25 cm / B 17 cm

Hardcover

978-3-942680-48-6

19,80 €

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Schirin Kretschmann

Insomnia but Salsa

 

Texte von Carsten Probst und Toni Hildebrandt, Interview von Bernhart Schwenk mit Schirin Kretschmann. Gefördert von der Stiftung Kunstfonds mit Mitteln der VG Bild-Kunst.

 

Schirin Kretschamen

Insomnia but Salsa

Deutsch / Englisch

120 Seiten

85 Abbildungen

H 28 cm / B 21 cm

Broschur

 978-3-942680-65-3

25,00 €

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Luisa Schatzmann

Mehr als vom Tage übrig blieb

 

Das Buch zeigt eine konzentrierte Auswahl an niemals oder selten gezeigter Zeichnungen aus nahezu 60 Jahren.

 

Luisa Schatzmann

Mehr als vom Tage übrig blieb

Deutsch

100 Seiten

66 Abbildungen

H 27 cm / B 21 cm

Hardcover mit Leinenbezug und Prägung

978-3-942680-27-1

25,00 €

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Christian Aberle/Move D

Dritte Hälfte

 

Die dritte Hälfte ist ein unsichtbarer Raum. In ihm finden Bild und Bild, Bild und Wort oder Bild und Ton zusammen. Etwas Neues entsteht, kraft der Assoziation. Sie ist das Basismaterial, nicht nur der Dritten Hälfte, sondern auch von Christian Aberles Arbeit. Die Assoziation lässt sich kaum beherrschen, öffnet aber im Bildraum neue Perspektiven. Aberles Zeichnungen und Malerei sind wie geschaffen, um diese Funktion in einem Künstlerbuch zu präsentieren: Hier montiert er abstrakte Formen neben enorm präzisen, naturalistischen Zeichnungen und gibt ihnen Titel, die fokussieren, aber zugleich auch neue Rätsel aufgeben. Dazu gesellen sich die eleganten Töne der beiliegenden Single von Move D. Bild und Sound generieren ungewöhnliche Konstruktionen und Korrelationen. Auf den ersten Blick verbindet den 1974 in Eberbach am Neckar geborenen Aberle und Move D, der 1966 in Heidelberg auf die Welt kam, wenig, außer ihrer Herkunft aus dem Norden Baden Württembergs. Doch gemein ist dem seit 2006 regelmäßig in Köln, Düsseldorf und Berlin ausstellenden Künstler und dem seit den frühen 90ern zwischen Minimal Techno und Hörspiel tätigen Musiker und Komponisten, dass sie stets den Punkt finden und sich zugleich dem großen Sinn entziehen. So wirkt ihr Arbeiten hier zusammen. Wie klingt Picasso in Matisses Linien? Wer ist die abstrakte, in zarten Farbenverläufen erscheinende Rihanna? Mutiert Balu in rhythmischer Konsequenz zu Walt Disney? Es sind so elegante wie eigensinnige Gesten, die Christian Aberle und Move D entwerfen. Dezente Breaks im Fluss der Wahrnehmung, die kleinen Widerhaken der Realität.

 

Christian Aberle/Move D

Dritte Hälfte

mit einem Text von Frauke Boggasch

Deutsch

16 Seiten,

15 Abbildungen

H 26,5 cm / B 19 cm

Broschur + 7“ Single

978-3-942680-15-8

18,00 €

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