Schon oft hat Max Cole die Kunst-Station Sankt Peter Köln besucht. Der lichte, hohe Kirchenraum, der so grosse Ruhe vermittelt und dem lauten innerstädtischen Treiben entrückt ist, fasziniert die amerikanische Künstlerin sehr.

Zwischen dem schlichten Raum und Max Coles Bildsprache gibt es eine starke Entsprechung: Klarheit und Tiefe.

Die Taktung dicht gesetzter, kurzer vertikaler Linien, die einer Einschreibung der Zeit in das Bild gleichkommt, die Strukturen von waagerechten Farbbändern und die Reduktion auf erdige, schwarz-, grau- und weißtonale Farbwerte vermitteln den Eindruck eines tiefen Bildgeheimnisses von meditativer Ruhe.

Immer wieder sucht die Künstlerin auch die Auseinandersetzung mit der ‚Kreuzigung Petri, die Peter Paul Rubens um 1638 als Auftragsarbeit für seine Taufkirche ausführte. In der konkreten Auseinandersetzung mit dem Gemälde stellt Max Cole dem Werk ein Bild aus dem Jahr 1962 zum Thema Kreuzigung gegenüber. Diese Arbeit weist noch eine gegenständliche Bildsprache auf, die sie seit den frühen siebziger Jahren zugunsten einer rein abstrakten aufgegeben hat. Das collagierte, ebenfalls in Erdtönen gehaltene Werk crucifixion zeugt von einer intensiven Beschäftigung mit Rubens‘ Gemälde.

Gemeinsam mit Bildern in der neuen Jahresausstellung ‚zeigen verhüllen verbergen. Schrein‚ im Kunstmuseum

KOLUMBA bildet ‚Meditations‚ die erste Gesamtschau ihrer Malerei aus den letzten vierzig Jahren in Deutschland.




Max Cole. Meditations


herausgegeben von Guido Schlimbach

mit Texten von Guido Schlimbach, Anne-Marie Bonnet und Max Cole

deutsch/englisch

Broschur mit Schutzumschlag, 17 x 24 cm, 64 Seiten,
25 Farbabbildungen,

ISBN 978-3-942680-48-6

19,80 EURO

(lieferbar)




zurück