Fällt in Kunstkreisen der Name Philip Guston, bekommen die Anwesenden in der Regel leuchtende Augen. Denn sie alle wissen, was der Mann mit seinen Bildern, die ab den späten 1960er-Jahren bis zu seinem Tod 1980 entstanden sind, für die Kunst und insbesondere für die Malerei geleistet hat: Zu einem Zeitpunkt, da es alles andere als en vogue oder populär war, bricht er mit dem Reinheitsgebot der Abstraktion und holt die Figur auf die Leinwand und damit in die amerikanische Nachkriegsmalerei zurück. Wie außergewöhnlich und einzigartig das ist, merkt man erst, wenn man die Bilder betrachtet, die zeitgleich von seinen (ehemaligen) Künstlerfreunden und Weggefährten Willem de Kooning, Barnett Newman oder Mark Rothko geschaffen worden sind.


Dank seines anarchischen Humors und der genialen Verbindung von hoher Kunst mit Bildern der Populärkultur wurde Guston nicht nur zum bahnbrechenden Vorreiter, sondern zum Inbegriff des artist's artist, und das ist er bis heute geblieben. Kaum ein Künstler, der ihn nicht verehrt und für den Mut bewundert, den es brauchte, um allen Widerständen und Anfeindungen zum Trotz am eingeschlagenen Weg festzuhalten. Dieser Ausdauer oder vielleicht auch Sturheit verdanken wir ein Spätwerk, das über dreißig Jahre nach seinem Tod kein bisschen an Frische, Aktualität, Relevanz und Qualität verloren hat.




PHILIP GUSTON

DAS GROSSE SPÄTWERK / LATE WORKS


herausgegeben von Ingrid Pfeiffer und Max Hollein

mit Texten von Harald Falckenberg, Philip Guston,

Ingrid Pfeiffer, Raphael Rubinstein und einer Biografie

von Lisa Beißwanger


deutsch/englisch

Hardcover mit Schutzumschlag

28 x 26,5 cm, 156 Seiten

140 größtenteils farbige Abbildungen



ISBN 978-3-942680-47-9

(lieferbar)





29,80 Euro (D)


zurück