Eine Linie wird vorwitzig, unanständig und ganz schön gemein: Carroll Dunhams Zeichnungen sehen manchmal aus wie Kritzeleien von Hochpubertären. Doch das ist nur ihre halbe Wahrheit. Denn so zotig Dunhams Zeichenlinie ist, so streng bleibt sie doch innerhalb der gesetzten Grenzen und Gesetze. Seine reflektierte Form zeigt sich besonders deutlich an seinen Arbeiten auf Holz oder mit Furnier. Die seltsamen Abenteuer eines Mannes mit Zylinder schließlich weisen Dunham als einen Künstler aus, der vom Abstrakten Expressionismus ebenso viel gelernt hat wie vom Comic, ja bei dem beides kinderleicht zusammengeht.

Carroll Dunham

hrsg. von Julia Friedrich, Museum Ludwig, Köln
Mit einem Text von Kirsty Bell: „Das Ding und die natürliche Welt“
16 x 23 cm, 16 S., 15 s/w-Abb. + farbigem Textteil, Broschur
ISBN 978-3-9812714-5-4
{Lieferbar}

9,80 EURO



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