Kira Bunse

Trouble Exposures


Anderthalb Jahre nach einem Shooting entdeckt die Modefotografin Kira Bunse zwei Polaroids, die sie in ihrer Kamera vergessen hat. Statt die Fotos herauszuziehen, belichtet sie das Material erneut – und ist fasziniert vom kreativen Potenzial der mehrfach belichteten Bilder. Was aus Zufall entstand, wächst zu einer neuen Werkeinheit heran: double exposures, bei denen sich Vorder- und Hintergrund, Modelle und Umgebungen vielfach überlagern und die schnelle Wahrnehmung durcheinanderbringen: trouble exposures. Die Models ihrer Modestrecken treten aus dem kommerziellen Kontext heraus und finden sich in vermeintlich unverbundenen Situation wieder. Was ist es, das da mit einem Männerkörper verschmilzt? Eine unverputzte Wand, die Andeutung einer Häuserzeile, das Meeresufer, ein Bettlaken? Wer Kira Bunses trouble exposures betrachtet, wird zum genaueren Hinsehen verführt und erfährt, wie sich komplexe Motivschichten der Festlegung entziehen. Dinge stehen auf dem Kopf, Steinmuster, Lichtreflexe und nackte Haut überlagern sich in palimpsestartiger Verdichtung. Eine Poesie der Schichtungen und Spuren und entsteht, deren Reiz in der eigensinnigen Verbindung von fotografischer Präzision und zufälliger Fügung besteht.


21 x 25,5 cm

32 Seiten

20 s/w Abbildungen mit UV-Lack

Broschur

23 EURO